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Passwortmanager

Aus Privacy Wiki

Was ist ein Passwortmanager ?

Ein Passwortmanager ist ein Programm, das alle eure Passwörter sicher speichert und übersichtlich verwaltet. Dadurch müsst ihr euch nicht mehr jedes einzelne Passwort merken, sondern nur noch ein einziges Master-Passwort. Außerdem hilft ein Passwortmanager dabei, starke und einzigartige Passwörter für verschiedene Konten zu erstellen, wodurch eure Online-Konten deutlich besser vor unbefugtem Zugriff geschützt werden.

Welches Programm kann ich verwenden ?

Es gibt viele gute Passwortmanager, die sich je nach den eigenen Anforderungen eignen. Wir verwenden Bitwarden, da uns das Programm am besten gefällt. Es bietet eine einfache Bedienung und ermöglicht es, Passwörter sicher zwischen verschiedenen Geräten wie PC, Smartphone und Tablet zu synchronisieren.

Wer seine Passwörter lieber ausschließlich lokal speichern und nicht in einer Cloud synchronisieren möchte, für den ist KeePass eine sehr gute Wahl. KeePass speichert alle Passwörter in einer verschlüsselten Datei auf dem eigenen Gerät und bietet damit maximale Kontrolle über die eigenen Daten.

Letztendlich hängt die Wahl des Passwortmanagers von den persönlichen Bedürfnissen ab. Sowohl Bitwarden als auch KeePass sind sichere und empfehlenswerte Lösungen.






Was kann ich mit einem Passwortmanager machen ?

Ein Passwortmanager bietet viele nützliche Funktionen, die den Alltag einfacher und die eigenen Konten sicherer machen:

  • Starke Passwörter erstellen: Er kann lange, sichere Passwörter mit zufälligen Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen generieren. Dadurch sind die Passwörter deutlich schwerer zu erraten oder zu knacken.
  • Passwörter sicher speichern: Alle Zugangsdaten werden verschlüsselt gespeichert und sind jederzeit schnell verfügbar.
  • Automatisches Ausfüllen: Benutzername und Passwort können auf Webseiten und in vielen Apps automatisch eingetragen werden. Das spart Zeit und verhindert Tippfehler.
  • Passwörter auf Datenlecks prüfen: Viele Passwortmanager erkennen, ob gespeicherte Passwörter durch bekannte Datenlecks kompromittiert wurden, und weisen darauf hin, dass sie geändert werden sollten.
  • Passwörter synchronisieren: Die gespeicherten Passwörter können sicher zwischen verschiedenen Geräten wie PC, Smartphone und Tablet synchronisiert werden.
  • Man muss sich nur ein Passwort merken: Statt sich viele verschiedene Passwörter zu merken, benötigt man nur noch das Master-Passwort für den Passwortmanager.
  • Sichere Notizen speichern: Neben Passwörtern können auch vertrauliche Informationen wie PINs, Lizenzschlüssel oder Dokumente in verschlüsselten Notizen gespeichert werden.
  • Passwörter und Notizen sicher teilen: Viele Passwortmanager ermöglichen es, Passwörter oder sichere Notizen verschlüsselt mit anderen Personen zu teilen, ohne sie ungeschützt per E-Mail oder Messenger zu versenden.

Was brauche ich dafür ?

Die Einrichtung eines Passwortmanagers benötigt anfangs etwas Zeit. Bestehende Passwörter sollten nach und nach durch neue, sichere Passwörter ersetzt werden. Dazu meldet man sich auf jeder Webseite oder in jeder Anwendung an und erstellt mit dem Passwortmanager ein neues, zufällig generiertes Passwort.

Wir empfehlen, Passwörter mit mindestens 20 Zeichen, Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen sowie mindestens zwei Sonderzeichen zu verwenden. Solche Passwörter sind deutlich sicherer als kurze oder leicht zu erratende Kombinationen.

Auch wenn die Ersteinrichtung etwas Zeit in Anspruch nimmt, lohnt sich der Aufwand definitiv. Danach übernimmt der Passwortmanager die Verwaltung aller Zugangsdaten und erleichtert den Alltag erheblich.

Das Wichtigste, was man benötigt, ist:

  • Einen Passwortmanager (z. B. Bitwarden oder KeePass).
  • Ein sicheres Master-Passwort, das den Zugriff auf alle gespeicherten Passwörter schützt. Dieses Passwort sollte sehr stark sein und darf niemals vergessen werden, da es der Schlüssel zu allen gespeicherten Zugangsdaten ist.

Was ist ein Masterpasswort ?

Das Master-Passwort ist das einzige Passwort, das man sich merken muss. Es schützt den gesamten Passwortmanager und damit alle gespeicherten Zugangsdaten. Deshalb sollte es besonders sicher sein und niemals an andere weitergegeben werden.

Ein gutes Master-Passwort besteht aus einer langen Passphrase mit mindestens 20 Zeichen. Am besten verwendet man mehrere zufällige Wörter, kombiniert mit Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen. Wichtig ist, dass das Passwort einzigartig ist und für keinen anderen Dienst verwendet wird.

Beispiel: Sonne!Kaffee92#Brücke?Wald

Sicherung der Passwortdatenbank

Ein oft unterschätzter, aber sehr wichtiger Punkt ist die regelmäßige Sicherung der Passwortdatenbank. Nach wichtigen Änderungen oder neuen Einträgen sollte die Datenbank des Passwortmanagers exportiert und als Backup gespeichert werden.

Das Backup sollte auf einem externen Speichermedium (z. B. einem USB-Stick oder einer externen Festplatte) abgelegt und an einem sicheren Ort aufbewahrt werden. So bleiben die gespeicherten Passwörter auch dann erhalten, wenn das Gerät ausfällt, die Datenbank beschädigt wird oder es zu einem Serverausfall kommt.

Zusätzlich besteht die Möglichkeit, die exportierte Backup-Datei zu verschlüsseln. Dadurch sind die Daten auch dann geschützt, wenn das Speichermedium verloren geht oder gestohlen wird.

Wir empfehlen, das Backup-Medium an einem gut geschützten Ort aufzubewahren, beispielsweise in einem Tresor oder einem abschließbaren Schrank.

Von einer ungeschützten Speicherung in der Cloud raten wir ab. Falls ein Cloud-Speicher verwendet werden soll, sollte die Backup-Datei vorher in einem verschlüsselten Container (z. B. mit VeraCrypt oder Cryptomator) gespeichert werden. So bleiben die Daten auch in der Cloud vor unbefugtem Zugriff geschützt.

Download der Programme

Achtet unbedingt darauf, Passwortmanager und andere Sicherheitsprogramme ausschließlich von der offiziellen Herstellerseite herunterzuladen. Wir raten ausdrücklich davon ab, Downloads von Drittanbieter-Webseiten zu verwenden, da diese manipulierte oder mit Schadsoftware kompromittierte Installationsdateien anbieten könnten.

Ladet die Software daher immer direkt von der Originalquelle herunter. So stellt ihr sicher, dass ihr die aktuelle und unveränderte Version des Programms erhaltet.

Bei Smartphones solltet ihr Anwendungen nur aus den offiziellen App-Stores installieren. Achtet dabei besonders auf den Namen des Entwicklers und überprüft, ob es sich tatsächlich um die originale App des Herstellers handelt. So vermeidet ihr gefälschte Anwendungen und stellt sicher, dass ihr einen vertrauenswürdigen Client verwendet.

Kann jemand meine Passwörter sehen?

Nein – bei einem Passwortmanager wie Bitwarden werden eure Daten Ende-zu-Ende verschlüsselt (E2EE). Das bedeutet, dass die Passwörter bereits auf eurem Gerät verschlüsselt werden, bevor sie synchronisiert oder gespeichert werden. Nur ihr besitzt mit eurem Master-Passwort den Schlüssel zum Entschlüsseln der Daten. Der Anbieter selbst kann eure gespeicherten Passwörter nicht lesen.

Wer dem Cloud-Betrieb dennoch nicht vertraut, kann Bitwarden selbst hosten (Self-Hosting). Dabei werden alle Daten auf einem eigenen Server gespeichert. Diese Variante bietet maximale Kontrolle, erfordert jedoch technisches Wissen sowie regelmäßige Wartung. Der Server muss aktuell gehalten, Sicherheitsupdates müssen eingespielt und Backups regelmäßig erstellt und überprüft werden.

Wer seine Passwortdaten überhaupt nicht in der Cloud speichern möchte, für den ist eine lokale Lösung wie KeePass die beste Wahl. Die Passwortdatenbank bleibt ausschließlich auf den eigenen Geräten und kann bei Bedarf manuell gesichert werden.

Für die meisten Anwender ist die normale Cloud-Version von Bitwarden jedoch eine sichere und komfortable Lösung, da die Daten Ende-zu-Ende verschlüsselt sind und sich problemlos zwischen mehreren Geräten synchronisieren lassen.